Auf Wiedersehen, Mongolei! Dieses Land haben wir mit Wehmut verlassen. Es war bislang das einzige auf unserer Reise, in dem sich das Ifchen in seinem natürlichen Element zuhause fühlte. Wir haben alle anderen Länder gerne bereist, viel gesehen, freundliche Menschen kennengelernt und Spannendes über die örtliche Situation erfahren. Aber nur in dem Habitat Mongolei sind große Allrad-Wohnmobile echte Endemiten. In der Mongolei ist das Nomadentum selbstverständlich. Es ist gibt (fast) keine befestigten Straßen. Man rechnet Wegstrecken in Tagesreisen. Die Bevölkerungsdichte beträgt ein Hundertstel der Deutschlands. Privatgrundstücke gibt es nur in Städten – im Rest des Landes kann man frei herumziehen. Wobei ein Kampieren in derRead More →

Der Chentii-Aimag liegt im Nordosten der Mongolei, dort haben wir eine letzte Offroad-Tour zusammen mit Ulf und seinem Magirus-Deutz gemacht. Anfangs dachten wir, wir werden ein paar Tage dort verbringen, letztendlich sind zwei Wochen daraus geworden. Gute 1300 km sind wir gefahren, teilweise mit einer Tagesdurchschnittsgeschwindigkeit von 15 km/h. Das Gelände war anspruchsvoll: Schlammgruben und Schlammlöcher, wilde Flüsse, die keine Brücken kennen – viel Anstrengung, aber auch ein großer Spaß, wenn man endlich einmal die Offroadtauglichkeit des Ifchens auf die Probe stellen möchte. Die Chentii-Region erstreckt sich bis an die russische Grenze südlich des Baikalsees, also bis nach Burjatien. Entsprechend ist die Landschaft von borealemRead More →

Was hatten wir für eine gute Idee, als wir vor einigen Wochen beschlossen haben, unsere Reise doch noch Richtung Osten fortzusetzen und nach Korea zu fliegen. Dem Ifchen haben wir eine kleine Auszeit gegönnt, wir fanden uns zwei Wochen lang in der ungewohnten Rolle von Backpackern wieder: Unterkunftsorganisation via booking.com, täglich auf der Straße Essbares, Kaffee und Tee besorgen, U-Bahnen und Überlandbusse nutzen – nun, wir befanden uns in Südkorea, all das gelingt dort problemlos. Allerdings gilt zumindest mal für Seoul, dass man für einen schnöden Kaffee Americano oder erstaunlicherweise auch koreanischen grünen Tee intensiver Ausschau halten muss. Grüner Tee mit Frucht und Frischkäse stehtRead More →

Unsere Gobi-Tour liegt hinter uns. Anders als angekündigt, sind wir heute doch – zum dritten Mal – nach Ulaanbaatar zurückgekehrt. Da von hier aus unser Flugzeug nach Korea starten wird. Zum Besuch dieses Landes hat uns das leckere Imbißessen inspiriert, außerdem kriegen wir durch die Ausreise weitere 30 Tage Aufenthalt in der Mongolei, die wir für den Besuch der grüneren Regionen im nördlichen Teil des Landes nutzen wollen. Ist das verwirrend? Nicht, wenn man die Geschichte von vorne erzählt. Wir waren also in Ulaanbaatar und wohnten in Oasis Guesthouse in einer Jurte, während wir uns mit der Reparatur des beschädigten Teils beschäftigten – und aufRead More →

Was haben Lew und ich für ein Glück, dass wir unsere Aufenthaltserlaubnis für die Mongolei problemlos um 30 Tage verlängern konnten. Nicht nur, damit wir ausgiebig das Land bereisen können, sondern auch um beschädigte Lager einer vorderen Radantrieb-Doppelgelenkwelle in Ruhe beheben zu können – und Ruhe und Zeit sollten unbedingt im Gepäck sein, wenn man die Mongolei bereist. Aber der Reihe nach: unser erster und kurzer Aufenthalt in Ulaanbaatar hatte im Grunde nur den Zweck, die Aufenthaltsgenehmigung zu verlängern. Nachdem wir diese bekamen, hielt es uns nicht lange in der Stadt, Ulaanbaatar stand als letztes Ziel in der Mongolei auf dem Reiseplan. Es ging alsoRead More →

Wir haben gehalten, was der Blogtitel verspricht – wir sind angekommen in dem Land, das sich auf unserer Route am östlichsten befindet, seit etwas über einer Woche befinden wir uns in der Mongolei! Der Grenzübertritt zwischen dem russischen Altai und der Mongolei verlief reibungslos, jedoch kostete er uns einen ganzen Tag. Besonders die Ausreise ging ungewöhnlich zäh vonstatten. Russische Zöllner wollten unsere gesamte Bordapotheke überprüfen und versuchten mühsam die Inhaltsstoffe auf den Beipackzetteln zu entziffern. Die mongolischen Beamten dagegen scheinen sich gegenseitig nicht zu trauen, denn auf jede Passkontrolle folgte eine Passkontrolle. PKW-Reisende werden gezwungen, ihren Wagen komplett leer zu räumen und sämtliches Gepäck aufRead More →

Wir haben die Monotonie der Sumpfebenen Südsibiriens hinter uns gelassen und uns weiter vom Meeresspiegel entfernt, wir sind im Altai angekommen! Die Luft ist frisch, die Hitze erträglicher, die Aussichten grandios. Leider mussten wir eine niederschmetternde Feststellung machen: das neue Abgasthermostat, auf das wir so hoffnungsvoll und unter Schmerzen gewartet haben, funktioniert nicht. Das sibirische Warten war umsonst. Lew hat notgedrungen das alte Thermostat nun repariert. Erkenntnis erfolgt manchmal über Umwege, sich wiederholendem try and error und nach vielen mühsamen Gedanken. So ist nach einigen umgesetzten und wieder verworfenen Ideen mittlerweile deutlich geworden, dass das Abgasthermostat nur eine von zwei Fehlerquellen war. Die andere liegtRead More →

Ja, mit Willie Nelson auf den Ohren haben wir Omsk tatsächlich hinter uns gelassen. Und nicht nur mit ihm, vor allem mit einem neuen Abgasthermostat, das sich nun hoffentlich präzise und korrekt um den Temperaturhaushalt des Motors kümmert. Das wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Wir können es kaum fassen, dass wir nach über vier Wochen nicht mehr verdammt sein sollen, in den Regionen Ural und Südsibirien festzustecken. UPS ist es unter unvorstellbaren Schwierigkeiten und mit furchtbar viel Inkompetenz irgendwie gelungen, das Päckchen nach Omsk zu transportieren, wo Lew es ihnen direkt im Hauptlager aus den Händen gerissen hat, damit nicht noch größerer UnfugRead More →