Was haben wir auf der Reise für Schauergeschichten über den Grenzübertritt in den Iran gehört: Papierchaos, aufdringliche Schlepper, Stempelwahnsinn, unnötiges Aufzwingen von Versicherungen… Gegen all das konnte Lew sich erfolgreich wehren, und schlußendlich konnten wir mit wenig Nervenverlust und einem korrekt abgestempelten Carnet de Passage in das Land einreisen. Das war vor circa drei Wochen, in denen uns Natur und Menschen auf angenehme Art und Weise daran hinderten, Zeit für einen Blogeintrag zu finden. Im Norden des Irans erwartete uns ein Wintereinbruch mit Schneestürmen, die das Fahren auf den ungeräumten Straßen beinahe unmöglich machten. Unser Wille jedoch, mit Winter, Schnee und Kälte nun wirklich nichtsRead More →

Es gibt zwei wichtige Dinge, die wir bislang auf der Reise verinnerlicht haben: geduldig sein und jedes Warten hat einmal ein Ende. Nach fast vier Wochen in Tiflis hatten wir beschlossen, dass der Zeitpunkt gekommen ist, an dem das Warten auf ein Paket aus Deutschland ein Ende haben muss. Die Beschaffung der Iranvisa verlief unproblematisch, der Versand eines Pakets von Deutschland nach Georgien löste dagegen beinahe eine Retraumatisierung bei Lew und mir aus. Denn nachdem es zunächst die Lagerstationen in Deutschland nicht verlassen wollte, war DHL drauf und dran, das Paket nach Georgia, USA zu befördern. Um nicht noch einmal wie damals in Omsk denRead More →

Gerade sind wir in Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, und warten auf das Fortsetzen der Reise. Das neue Ziel heißt: durch Aserbaidschan in den Iran! Dort soll der halbe Winter verbracht werden. Dafür sind noch einige Papiere und Ersatzteile zu organisieren. Nach der Abholung des neuen Ersatzrades in Pjatigorsk, welches der IFA-Reisemobil-Kollege Serg uns netterweise besorgt hatte, legten wir Tiflis als neues Etappenziel fest. Hier soll alles Nötige für die Weiterfahrt eingesammelt werden. Um die georgische Hauptstadt zu erreichen, mussten wir das winterliche Kaukasus-Gebirge überqueren — diesmal von Norden nach Süden. Vor  haben wir im russischen Kurort Kislowodsk etwas Zeit verbracht. Die russische Bezeichnung für Kurort ist übrigens курортRead More →

In manchen Momenten erschien es uns undenkbar, dass der transsibirische Highway und die tägliche Fahrerei auch mal ein Ende haben werden. Aber irgendwann war es soweit: Sibirien lag hinter uns, und wir beschlossen, nach Tomsk den ersten ernst zunehmenden Stopp in Wolgograd zu machen. 3500 km sind wir zwischen diesen beiden Städten in 13 Tagen gefahren. Da in Wolgograd während des Zweiten Weltkrieges kein Stein mehr auf dem anderen blieb, wurde die Stadt ab 1943 ganz im sowjetischen Chic wieder aufgebaut. Und so prägen mächtige Bauten im Stil des Sozialistischen Klassizismus die Innenstadt und das Wolgaufer, während mich die Wohnviertel mit ihren Plattenbauten ein bisschenRead More →

Auf Wiedersehen, Mongolei! Dieses Land haben wir mit Wehmut verlassen. Es war bislang das einzige auf unserer Reise, in dem sich das Ifchen in seinem natürlichen Element zuhause fühlte. Wir haben alle anderen Länder gerne bereist, viel gesehen, freundliche Menschen kennengelernt und Spannendes über die örtliche Situation erfahren. Aber nur in dem Habitat Mongolei sind große Allrad-Wohnmobile echte Endemiten. In der Mongolei ist das Nomadentum selbstverständlich. Es ist gibt (fast) keine befestigten Straßen. Man rechnet Wegstrecken in Tagesreisen. Die Bevölkerungsdichte beträgt ein Hundertstel der Deutschlands. Privatgrundstücke gibt es nur in Städten – im Rest des Landes kann man frei herumziehen. Wobei ein Kampieren in derRead More →

Der Chentii-Aimag liegt im Nordosten der Mongolei, dort haben wir eine letzte Offroad-Tour zusammen mit Ulf und seinem Magirus-Deutz gemacht. Anfangs dachten wir, wir werden ein paar Tage dort verbringen, letztendlich sind zwei Wochen daraus geworden. Gute 1300 km sind wir gefahren, teilweise mit einer Tagesdurchschnittsgeschwindigkeit von 15 km/h. Das Gelände war anspruchsvoll: Schlammgruben und Schlammlöcher, wilde Flüsse, die keine Brücken kennen – viel Anstrengung, aber auch ein großer Spaß, wenn man endlich einmal die Offroadtauglichkeit des Ifchens auf die Probe stellen möchte. Die Chentii-Region erstreckt sich bis an die russische Grenze südlich des Baikalsees, also bis nach Burjatien. Entsprechend ist die Landschaft von borealemRead More →

Was hatten wir für eine gute Idee, als wir vor einigen Wochen beschlossen haben, unsere Reise doch noch Richtung Osten fortzusetzen und nach Korea zu fliegen. Dem Ifchen haben wir eine kleine Auszeit gegönnt, wir fanden uns zwei Wochen lang in der ungewohnten Rolle von Backpackern wieder: Unterkunftsorganisation via booking.com, täglich auf der Straße Essbares, Kaffee und Tee besorgen, U-Bahnen und Überlandbusse nutzen – nun, wir befanden uns in Südkorea, all das gelingt dort problemlos. Allerdings gilt zumindest mal für Seoul, dass man für einen schnöden Kaffee Americano oder erstaunlicherweise auch koreanischen grünen Tee intensiver Ausschau halten muss. Grüner Tee mit Frucht und Frischkäse stehtRead More →

Unsere Gobi-Tour liegt hinter uns. Anders als angekündigt, sind wir heute doch – zum dritten Mal – nach Ulaanbaatar zurückgekehrt. Da von hier aus unser Flugzeug nach Korea starten wird. Zum Besuch dieses Landes hat uns das leckere Imbißessen inspiriert, außerdem kriegen wir durch die Ausreise weitere 30 Tage Aufenthalt in der Mongolei, die wir für den Besuch der grüneren Regionen im nördlichen Teil des Landes nutzen wollen. Ist das verwirrend? Nicht, wenn man die Geschichte von vorne erzählt. Wir waren also in Ulaanbaatar und wohnten in Oasis Guesthouse in einer Jurte, während wir uns mit der Reparatur des beschädigten Teils beschäftigten – und aufRead More →