So ein W50-Motörchen ist schnell von elektrischen, mechanischen und fluidistischen Anschlüssen befreit. Aber wie den immerhin eine halbe Tonne wiegenden Klotz aus dem Wagen herausbekommen? Eine (sogar im Handbuch vorgeschlagene) Methode ist das Herausziehen auf Schienen nach vorne. In Ermangelung eines Hubschraubers oder Krans wählte ich diesen Weg.

IFA W50-Motor wird mit Kettenzug herausgezogen.
IFA W50-Motor wird mit Kettenzug herausgezogen.

Die Auszugs-Schienen sollten Teil eines robusten Tisches sein. Schließlich wollte ich darüber auch den neuen Motor einbauen, also direkt an einem auf dem Tisch stehenden Motor arbeiten können. Es wäre ja nachteilig, wenn er mir dabei auf die Füße fiele. So bauten wir den Tisch aus Trägern vom Schrottplatz und außerdem ein Zelt drumherum zum Witterungs- und besonders Sonnenschutz.

IFA W50-Motor wird mit Kettenzug weiter herausgezogen.
IFA W50-Motor wird mit Kettenzug weiter herausgezogen.

Dann war es soweit: die Schienen habe ich kräftig gefettet und dann den Motor mit Hilfe eines Kettenzuges aus dem Fahrerhaus hinausbefördert. Die Motorlagerungen haben tatsächlich werksmäßig Kufen für genau diesen Zweck! Das war wieder eine Bestätigung für mich: Ein so konzipiertes Fahrzeug ist das richtige für Expeditionen. Das Herausziehen war einfach; und da stand er dann nun, der IFA-Motor. So alleine tat er mir leid, weswegen ich später einen Käufer mit einem neuen Zuhause in einem anderen W50 für ihn suchte und fand. Hoffentlich führt er dort bis heute und noch länger ein glückliches Motorleben.

Was kam als nächstes? Das Einsetzen des 913er Deutz-Motors natürlich.

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