Aufgrund eines Ratschlages von anderen Reisenden haben wir uns für einige Tage einen Stellplatz zwischen der Gialova-Lagune und der Navarino-Bucht in der Nähe der Ochsenbauchbucht gesucht. Dort erlebten wir innerhalb von 24 Stunden bei einer kleinen Wanderung fast alle Highlights der allgemeinen Urlauberei. Es begann mit einem kitschigen Sonnenuntergang am Strand. Am nächsten Tag – am 26.12.2016 – begaben wir uns nach dem Baden auf eine Expedition zu der hochmittelalterlichen Burg auf dem Felsen. Bald erreichten wir das Gemäuer und konnten trotz der Einsturzgefahr mutig das Innere erkunden. Nach den Urlaubserlebnissen Strand, Sonnenuntergang, Schwimmen, Natur, Burgerforschung stießen wir beim Abstieg dann auf Nestors Höhle, inRead More →

Die zweite Fährfahrt liegt hinter uns, damit verbunden der Abschied von Italien. Seit ein paar Tagen befinden wir uns in Griechenland. Habe ich erwähnt, dass die Überfahrt von Salerno nach Palermo abenteuerlich war? Diese wurde nun in ihrer Abenteuerlichkeit übertroffen, detaillierte Ausführungen wären geschmacklos. Es ist bemerkenswert, wie scheinbar erwachsene Menschen all ihre erlernten Fähigkeiten in sozialen Gefügen wahrlich über Bord werfen können. Schlussendlich erhielten Lew und ich für die Verhältnisse eines der bequemsten Nachtlager, mit Hilfe eines wohlwollenden Stewarts, dessen Mitleid auf unserer Seite war. Uns wurde eine Art VIP-Lounge mit 24-Stunden-TV und künstlichem Tageslicht angeboten, zu der man offenbar nur auf Anfrage ZutrittRead More →

Irgendwann habe ich den Widerstand gegen die Mafia aufgegeben. Genauer gesagt nicht den Widerstand gegen die Mafia selbst, sondern gegen das Thema Sizilianische Mafia. Fast alle Leute, denen gegenüber ich das Reiseziel Sizilien erwähnte, äußerten sofort ihre Mafia-Assoziation. Ich reagierte typisch auf eine solche Beobachtung: ich beschloss, mich im Widerstand gegen diesen kollektiven Pawlow’schen Reflex überhaupt nicht mit der Geschichte der Mafia zu beschäftigen. Das habe ich nicht durchgehalten. Beim Reisen lerne ich viel – es motiviert mich nämlich immer wieder zum intensiven Wikipedia-Lesen. So war dann auch nach einer Weile das Thema Cosa Nostra dran. Diese Gang hatte vom 19. Jahrhundert bis Anfang derRead More →

Man darf nicht dem Glauben verfallen, irgendetwas in Pompei (Pompeji) zu entdecken, was bislang unentdeckt blieb. Möchte man sich das alte Pompeji anschauen, kommt man nicht drumherum, einen touristischen Hotspot aufzusuchen, der im Herbst jedoch nur mäßig hot ist. In Pompeji konnte ich jedenfalls Zeugin werden, wie gut Lava konserviert. Die erstaunlich gut erhaltene Bausubstanz, die beeindruckenden Farben der Wand- und Kruggemälde und die präzise ausgearbeiteten Brunnen lassen die Struktur dieser antiken Stadt leicht nachvollziehen. Überhaupt muss Pompeji einem Rausch des Prunks und der Eitelkeiten verfallen gewesen sein („Die letzten Tage von Pompeji“, E.B.-L., bestätigen es!). Die bei Ausgrabungen gemachten Abdrücke der Leichen sind eherRead More →

Während uns die Straßenverläufe langsam bergab Richtung Rom gebracht haben, hingen meine Gedanken noch an den kargen Bergrücken der Abruzzen. Landschaftlich beeindruckend, zahlreiche vertikale Dörfer, jedoch wenig aufschlussreich, möchte man in diesen mehr über die Geschichte der Region erfahren (Kommunist_innen in den Abruzzen? Wer und wo waren die Faschist_innen, und wie lange noch gleich?). Besucht man die örtlichen städtischen Museen, so hört die Geschichte der Abruzzen mit der Speerspitze, spätestens kurz nach dem Mittelalter auf. Tonscherben, andere Fundstücke aus der Zeit des Römischen Reichs und Kirchengeschichte bleiben die großen Themen, die vergangenen hundert Jahre bleiben unerwähnt. Und die Berge schweigen. Und dann Rom: kleiner alsRead More →

Die Flucht aus den regnerischen Alpen hat uns zur ersten Station in den Abruzzen geführt: Lanciano. Tatsächlich bescherte uns das südeuropäische Meeresklima hier endlich Sonnenschein. Die Stadt stellte uns einen privilegierten Stellplatz mit eigenem Aufzug direkt unter der Altstadt bereit. Von dort aus haben wir sie dann erkundet. Schon in der Antike gegründet, ist sie über die Jahrtausende gewachsen. Entsprechend bezaubernd sind die verwinkelten Gassen. Spuren von Jahrhunderten christlichen Aberglaubens sind auch zu finden. Es herrscht kein Mangel an interessanten katholischen Gebäuden jeder Art. Schon der Name der Stadt geht auf eine solche Story zurück. Ein römischer Offizier namens Schw. Longus – nein: Longinus hießRead More →

Wer unseren Weg auf diesem Blog mitverfolgt, sollte auch ein bisschen mit uns leiden. Nachdem vor einigen Jahren bereits der erste Versuch in die Friaul-Julischen-Alpen zu gelangen wegen technischer Probleme gescheitert ist, hatten Lew und ich es nun endlich geschafft, in dieses Gebiet vorzudringen. Von den bizarren Berg- und Felsformationen war jedoch leider nichts zu sehen, zu stark behinderte querschlagender Regen und Sturmnebelböen die Sicht. An Wandern war gar nicht zu denken, weshalb wir zunächst einen Parkplatz mit theoretisch bester Aussicht auf Gemona del Fiuli ansteuerten. Immerhin gab es Geburtstags-Dolcetti am Nachmittag. Eine alte Regel für Reisende mit Großfahrzeugen besagt, dass man Reise-, Organisations- undRead More →

Swantje hat Geburtstag. Wir haben reingefeiert, wie auf dem Foto ersichtlich ist. Sie hätte nie geglaubt, dass sie diesen Tag in Schladming (Österreich) verbringt – wo wir uns doch geschworen hatten, dass wir dieses Land nie befahren wollten. Aber wie kamen wir dann doch hierhin? Welche Abenteuer haben wir hier erlebt? Eine spannende Frage! Die werden wir in einem der nächsten Blogeinträge beantworten. Bis dahin schöne Grüße aus dem gemütlichen Ifchen aus einem Wald in Österreich nahe der italienischen Grenze!Read More →