Was haben wir auf der Reise für Schauergeschichten über den Grenzübertritt in den Iran gehört: Papierchaos, aufdringliche Schlepper, Stempelwahnsinn, unnötiges Aufzwingen von Versicherungen… Gegen all das konnte Lew sich erfolgreich wehren, und schlußendlich konnten wir mit wenig Nervenverlust und einem korrekt abgestempelten Carnet de Passage in das Land einreisen. Das war vor circa drei Wochen, in denen uns Natur und Menschen auf angenehme Art und Weise daran hinderten, Zeit für einen Blogeintrag zu finden. Im Norden des Irans erwartete uns ein Wintereinbruch mit Schneestürmen, die das Fahren auf den ungeräumten Straßen beinahe unmöglich machten. Unser Wille jedoch, mit Winter, Schnee und Kälte nun wirklich nichtsRead More →

Es gibt zwei wichtige Dinge, die wir bislang auf der Reise verinnerlicht haben: geduldig sein und jedes Warten hat einmal ein Ende. Nach fast vier Wochen in Tiflis hatten wir beschlossen, dass der Zeitpunkt gekommen ist, an dem das Warten auf ein Paket aus Deutschland ein Ende haben muss. Die Beschaffung der Iranvisa verlief unproblematisch, der Versand eines Pakets von Deutschland nach Georgien löste dagegen beinahe eine Retraumatisierung bei Lew und mir aus. Denn nachdem es zunächst die Lagerstationen in Deutschland nicht verlassen wollte, war DHL drauf und dran, das Paket nach Georgia, USA zu befördern. Um nicht noch einmal wie damals in Omsk denRead More →

In manchen Momenten erschien es uns undenkbar, dass der transsibirische Highway und die tägliche Fahrerei auch mal ein Ende haben werden. Aber irgendwann war es soweit: Sibirien lag hinter uns, und wir beschlossen, nach Tomsk den ersten ernst zunehmenden Stopp in Wolgograd zu machen. 3500 km sind wir zwischen diesen beiden Städten in 13 Tagen gefahren. Da in Wolgograd während des Zweiten Weltkrieges kein Stein mehr auf dem anderen blieb, wurde die Stadt ab 1943 ganz im sowjetischen Chic wieder aufgebaut. Und so prägen mächtige Bauten im Stil des Sozialistischen Klassizismus die Innenstadt und das Wolgaufer, während mich die Wohnviertel mit ihren Plattenbauten ein bisschenRead More →

Der Chentii-Aimag liegt im Nordosten der Mongolei, dort haben wir eine letzte Offroad-Tour zusammen mit Ulf und seinem Magirus-Deutz gemacht. Anfangs dachten wir, wir werden ein paar Tage dort verbringen, letztendlich sind zwei Wochen daraus geworden. Gute 1300 km sind wir gefahren, teilweise mit einer Tagesdurchschnittsgeschwindigkeit von 15 km/h. Das Gelände war anspruchsvoll: Schlammgruben und Schlammlöcher, wilde Flüsse, die keine Brücken kennen – viel Anstrengung, aber auch ein großer Spaß, wenn man endlich einmal die Offroadtauglichkeit des Ifchens auf die Probe stellen möchte. Die Chentii-Region erstreckt sich bis an die russische Grenze südlich des Baikalsees, also bis nach Burjatien. Entsprechend ist die Landschaft von borealemRead More →

Was hatten wir für eine gute Idee, als wir vor einigen Wochen beschlossen haben, unsere Reise doch noch Richtung Osten fortzusetzen und nach Korea zu fliegen. Dem Ifchen haben wir eine kleine Auszeit gegönnt, wir fanden uns zwei Wochen lang in der ungewohnten Rolle von Backpackern wieder: Unterkunftsorganisation via booking.com, täglich auf der Straße Essbares, Kaffee und Tee besorgen, U-Bahnen und Überlandbusse nutzen – nun, wir befanden uns in Südkorea, all das gelingt dort problemlos. Allerdings gilt zumindest mal für Seoul, dass man für einen schnöden Kaffee Americano oder erstaunlicherweise auch koreanischen grünen Tee intensiver Ausschau halten muss. Grüner Tee mit Frucht und Frischkäse stehtRead More →

Was haben Lew und ich für ein Glück, dass wir unsere Aufenthaltserlaubnis für die Mongolei problemlos um 30 Tage verlängern konnten. Nicht nur, damit wir ausgiebig das Land bereisen können, sondern auch um beschädigte Lager einer vorderen Radantrieb-Doppelgelenkwelle in Ruhe beheben zu können – und Ruhe und Zeit sollten unbedingt im Gepäck sein, wenn man die Mongolei bereist. Aber der Reihe nach: unser erster und kurzer Aufenthalt in Ulaanbaatar hatte im Grunde nur den Zweck, die Aufenthaltsgenehmigung zu verlängern. Nachdem wir diese bekamen, hielt es uns nicht lange in der Stadt, Ulaanbaatar stand als letztes Ziel in der Mongolei auf dem Reiseplan. Es ging alsoRead More →

Wir haben gehalten, was der Blogtitel verspricht – wir sind angekommen in dem Land, das sich auf unserer Route am östlichsten befindet, seit etwas über einer Woche befinden wir uns in der Mongolei! Der Grenzübertritt zwischen dem russischen Altai und der Mongolei verlief reibungslos, jedoch kostete er uns einen ganzen Tag. Besonders die Ausreise ging ungewöhnlich zäh vonstatten. Russische Zöllner wollten unsere gesamte Bordapotheke überprüfen und versuchten mühsam die Inhaltsstoffe auf den Beipackzetteln zu entziffern. Die mongolischen Beamten dagegen scheinen sich gegenseitig nicht zu trauen, denn auf jede Passkontrolle folgte eine Passkontrolle. PKW-Reisende werden gezwungen, ihren Wagen komplett leer zu räumen und sämtliches Gepäck aufRead More →

Wir haben die Monotonie der Sumpfebenen Südsibiriens hinter uns gelassen und uns weiter vom Meeresspiegel entfernt, wir sind im Altai angekommen! Die Luft ist frisch, die Hitze erträglicher, die Aussichten grandios. Leider mussten wir eine niederschmetternde Feststellung machen: das neue Abgasthermostat, auf das wir so hoffnungsvoll und unter Schmerzen gewartet haben, funktioniert nicht. Das sibirische Warten war umsonst. Lew hat notgedrungen das alte Thermostat nun repariert. Erkenntnis erfolgt manchmal über Umwege, sich wiederholendem try and error und nach vielen mühsamen Gedanken. So ist nach einigen umgesetzten und wieder verworfenen Ideen mittlerweile deutlich geworden, dass das Abgasthermostat nur eine von zwei Fehlerquellen war. Die andere liegtRead More →