Wir warten! Es gibt leider nicht viel zu berichten, aber auf vielfache Nachfragen wollte ich hier doch mal ein Lebenszeichen zeigen. Die letzten Wochen haben wir in Tscheljabinsk und Omsk und dazwischen zugebracht, wartend auf UPS mit dem ersehnten Ersatzteil für den Motor. Das Paket ist noch nicht angekommen. Wann und ob das geschehen wird, ist unklar. Es ist noch in Moskau in den Mühlen der sowjetisch-realsozialistischen Behörde UPS gefangen. Die Wartezeit haben wir in diesem seenreichen Teil Russlands verbracht. Wir waren auch in Kundravy. Es gibt Mücken hier. Viele Mücken! Immer, wenn es nicht viel zu berichten gibt, kann man den Leerraum mit niedlichenRead More →

Wir sind nun in einem Landstrich, dessen Bevölkerung dem Ursprung nach mehrheitlich mongolisch ist. Der Buddhismus ist die vorherrschende Religion. Die Hauptstadt ist umgeben von Steppe (und etwas Wüste). Dort trifft man viele nette Tiere. Die seltenen Saiga-Antilopen (die mit den lustigen Nasen) leben hier in einem Reservat. Wir haben sie bislang nicht getroffen. Die Leute haben früher in Jurten gelebt; das tun sie heute nicht mehr. Nur im Museum konnten wir uns eine Jurte anschauen. Die Frage ist nun: wo sind wir? In Europa – in der autonomen Republik Kalmückien in Russland. Ein mongolisches Volk ist vor etwa 400 Jahren hierher gezogen und geblieben.Read More →

Die Georgische Heerstraße führte uns in den Norden des Landes, und wir befanden uns erneut im Gebirge. Die Heerstraße führt über den Kreuzpass und durch Schluchten. Diese werden irgendwann breiter und machen kurz vor der Grenze Platz für die Stadt Stepanzminda. Zwei Nächte hielten uns dort und wir warfen einen Blick auf den 5047 Meter hohen Berg Kasbek, an den einst – laut einer griechischen Splatter-Story – Prometheus gekettet und täglich von einem Adler angepickt wurde. Wir fuhren zur georgisch-russischen Grenze und darüber hinaus. Die Heerstraße ist die große Autobahn über den Kaukasus. Der Verkehr zwischen dem Süden (Georgien und Türkei) und dem Norden (Russland,Read More →

Unsere Reise führte uns zum Stalintempel in Gori. Erst einmal durch den Stalinpark auf dem Platz vor dem Gebäude: Im Hintergrund des Bildes sieht man den griechisch anmutenden Säulentempel, der um Stalins ärmliches Geburtshaus herum aufgebaut wurde. Rechts steht ein Boxautomat, den man gegen Geld schlagen darf. Daraufhin berechnet er die eigenen Kräfte im Vergleich zu denen des ehemaligen sowjetischen Führers. Die Stalinkirche nennt sich offiziell „Stalin-Museum“. Wir bekamen eine Führung durch die Hinterlassenschaften des Ex-Führers. Das Museum steht hier, da Stalin Georgier war – und kein Russe, wie manche schlecht informierten Westler denken. Heute scheint die allgemeine politische Meinung in Georgien eher pro-westlich undRead More →

Aus den Tälern des Tuffsteins sind wir nach Nordosten gefahren, in Richtung Georgien. Auf dem Weg dorthin haben wir die Ausgrabungen von Ḫattuša besucht, der Hauptstadt des Hethiterreiches. Dieses ist vor sehr langer Zeit untergegangen. Für die Einwohnerschaft des römischen Imperiums lag das Hethiterreich so lange zurück, wie das antike Rom heute für uns. Gerüchteweise war dieser mysteriöse grüne Stein ein Geschenk Ramses‘ (des zweiten). Im nahe gelegenen Dorf Boğazkale wurden wir wieder sehr freundlich empfangen und zum Tee eingeladen. Bislang haben wir der Zentraltürkei noch keine Tankstelle, Teestube oder Turnhalle gefunden, in der niemand mit uns auf Deutsch plaudern wollte. Wobei angemerkt werden muss,Read More →

Wir machten uns auf in die Täler des Tuffsteins (bei Göreme). In dieser landschaftlich eindrucksvollen Gegend hat die Bevölkerung (hauptsächlich in byzantinischer Zeit) tausende von Wohnungen und Sakralbauten in die Felsen geschlagen. Dazu fuhren wir über die anfangs noch nebelige und verschneite Hochebene Kappadokiens, wie auf obigem Bild zu sehen ist. Wir fuhren einen zum Wandern strategisch günstig gelegenen Campingplatz an. Unsere Wanderungen durch die verschiedenen Tuffstein-Täler führten uns an vielen Felswohnungen vorbei. Nahe bei den heutigen Städten gibt aber noch größere unterirdische Wohnanlagen für Menschen und Tiere. Unseren Besuch einer solchen Anlage in Derinkuyu hat Swantje schon im letzten Beitrag erwähnt. In Nevşehir wurdeRead More →

Heute haben wir das Tal des Todes besucht – das Tal des Todes des Kaisers Friedrich I., der über einhundert Jahre nach diesem Ereignis in Barbarossa (Rotbart) umbenannt wurde. Hier steht ein Gedenkstein für ihn an der Straße, der Anfang der 70er Jahre von der BRD errichtet wurde. Rotbart ist vermutlich im Jahr 1190 im Fluss Göksu ertrunken. Gerade war er mit seiner großen Räuberbande auf dem Weg nach Palästina, um die dort lebenden Menschen umzubringen („Kreuzzug“), da kam er selbst in diesem Fluss ums Leben. Er hatte einen Badeunfall, sagen die Chronisten. Ein wichtiger Kaiser hat kurz vor einer Eroberung einen „Badeunfall“ – sicherlich!Read More →

Wir fuhren durch den Norden Griechenlands von Westen nach Osten in Richtung Istanbul. Nach einer Übernachtung im grenznahen Vogelschutzgebiet im Mariza-Delta (Evros-Delta bzw. Meriç Nehri-Delta) – mit Sondererlaubnis der Parkranger – querten wir die Grenze. Auf türkischer Seite wurde das Ifchen von einem Röntgenapparat abgefahren und komplett durchleuchtet. Das Batteriefach unter dem Toilettenraum irritierte die Grenzwächter. Wahrscheinlich wirkten die Bleiplatten auf den Röntgenbildern mysteriös. So mussten wir dann die darüber befindliche Holzplatte entfernen. Eine Smartphone-Foto der Batterien wurde gemacht, und wir durften weiterfahren. Am Rande Istanbuls nächtigten wir auf einem Campingplatz und ließen das Fahrzeug am nächsten Tag dort stehen. Leider entpuppte sich die FahrtRead More →